Aluminiumblech: US-Kunde wechselt von der Laser- zur spanenden Bearbeitung
„In der Welt ist es sehr selten mit dem Entweder-Oder getan“, hat Goethe einmal geschrieben. Moderne industrielle Produktionsprozesse kann er zu seiner Zeit noch nicht im Blick gehabt haben – die Aussage stimmt trotzdem auch für sie. Immer wieder müssen sich Produktionsplaner zwischen Alternativen entscheiden: Welche technische Anwendung sichert die entscheidenden Pluspunkte in der jeweiligen Produktionssituation und verbindet Wirtschaftlichkeit sowie Qualität optimal miteinander? Ein schönes Beispiel hierfür kann LMT Onsrud in den USA vorweisen: Ein Kunde setzt bei der Produktion von Armeefahrzeugen ab sofort auf verschiedene Onsrud-Fräser für die Bearbeitung und den Schnitt von Aluminiumblech. Zuvor waren dafür Laser zum Einsatz gekommen. Die Gründe für den Wechsel sind vielfältig – ein „Entweder-Oder“ machte auch hier keinen Sinn.
Dem amerikanischen LMT-Kunden bereitete das zuvor eingesetzte Laserverfahren massive Probleme – die Ausbringung der Aluminiumbleche im Zustand T3 war extrem niedrig. „Das Laserverfahren erwies sich als Flaschenhals für die gesamte Produktion“, wie Tom Cornwell von LMT Onsrud erklärt. „Die Produktionsplaner vor Ort entschieden sich deshalb dafür, den Schnitt der Platten zukünftig mit einem CNC-Router auszuführen. Zum Einsatz kommen dabei seitdem die speziellen LMT-Aluminiumtools 63-606, 63-618 und 63-630.“
Vorschubrate versechsfacht
Benötigt werden die Bleche bei der Herstellung von Armeefahrzeugen. Natürlich gelten dabei die Bedingungen einer großvolumigem Serienproduktion: Effizienz, Wirtschaftlichkeit und Präzision sind entscheidende Kriterien. Hier passt es ins Gesamtbild, dass die Onsrud-Fräser nicht nur den Vorschub während der Bearbeitung um das Sechsfache verbesserten (von 30 Inch pro Minute auf 180), sondern zugleich auch die Bearbeitungsqualität entscheidend profitierte. „Kleine Löcher und Vertiefungen zum Beispiel können mit den Onsrud-Aluminiumfräsern jetzt perfekt bearbeitet werden. Das Bauteil ist frei von Graten. Weitere Bearbeitungsschritte sind im Anschluss nicht mehr nötig“, erklärt Cornwell.
Auch Prozessqualität profitiert
Nicht zuletzt hat diese Verbesserung entscheidende Auswirkungen auf die Prozesssicherheit in der gesamten Produktionskette des amerikanischen Unternehmens: Zuvor mussten die mit dem Laser bearbeiteten Bauteile in weiteren Produktionsschritten von Hand nachbearbeitet werden. Die „Finisher-Qualität“ des Onsrud-Werkzeugs macht diesen Schritt jetzt überflüssig. „Jede Nachbearbeitung verlangsamt nicht nur den Ablauf. Sie bedeutet gleichzeitig ein Risiko für die Prozesssicherheit und Bauteilqualität – vor allem wenn sie von Hand erfolgt“, so Cornwell. Insofern profitieren die Anwender vor Ort auf allen Ebenen: Die Aluminiumbleche werden schneller, genauer und prozesssicherer hergestellt.

