Innovationsforum: „Die Performance steigern“
Welche Neuentwicklungen bringen die Metall verarbeitende Industrie und ihre Prozesse voran? – Antworten auf diese Frage lieferte das 4. mav Innovationsforum im April in Böblingen. Dabei präsentierten 30 Experten aus verschiedenen Bereichen ihre Forschungsansätze. LMT verwies auf die Möglichkeiten der „Performancesteigerung durch innovative Schneidstoffe“.

- Blick in den Zuschauerraum: das 4. mav Innovationsforum im April in Böblingen
Höheres Tempo – mehr Teile
Dabei macht SpeedCore rund 30 Prozent höhere Schnittgeschwindigkeiten in der Verzahnungsproduktion möglich – ein weitreichender Vorteil für den Anwender. Er kann in der gleichen Zeit deutlich mehr Teile fertigen. „Diesen enormen Leistungssprung konnten wir in einer Reihe von Zerspanversuchen an der Universität Magdeburg nachweisen“, unterstrich Heckel während seines Vortrags. Entscheidend ist hierfür der intermetallische Schneidstoff, der den Kern des Wälzfräsers bildet. Er besitzt eine deutlich höhere Warmhärte.Neue Beschichtungen für Wendeschneidplatten
Einen ganz ähnlichen Entwicklungserfolg aus dem Bereich des Gesenk- und Formenbaus ist Nanomold Gold. „Das Beschichtungskonzept ermöglicht es, die einzelnen Schichten variabel zusammenzusetzen und die Schichtdicke unterschiedlich zu wählen“, erklärte Heckel. Bei Stählen bis 50 HRC erreichen Wendeschneidplatten, die mit Nanomold Gold beschichtet wurden, Standzeitverbesserungen von mindestens 30 Prozent. Ein weiterer Pluspunkt ist der sehr gleichmäßige Verlauf des Verschleißes entlang der Schneidkante. Dies garantiert eine hohe Prozesssicherheit bei der Zerspanung.Warum Anwender beim Fräsen von Guss mit der TERAspeed-Beschichtung neue Geschwindigkeits- und Standzeitrekorde erreichen, erklärte Gerhard Melcher. Aufgrund der Härte und Temperaturbeständigkeit der neuartigen CVD-Schicht können erheblich höhere Schnittparameter verwendet werden als bei den am Markt erhältlichen PVD-Altin-Schichten. „Die Werkstücke werden mit den TERAspeed-Wendeschneidplatten viel schneller bearbeitet, ohne dass dies zulasten der Prozesssicherheit geht. "Die Fertigungskosten sinken deutlich“, so Melcher.
