Windkraft in Deutschland: stabiler Erfolg
Wie hoch ist der Anteil erneuerbarer Energien am Strommix der großen Wirtschaftsnationen? Die Antworten fallen mit Blick auf unterschiedliche Länder verschieden aus. In Deutschland waren es zum Beispiel 2011 bereits 19,9 Prozent, so der Bundesverband WindEnergie. Der Anteil der Windenergie am Gesamtmix macht 7,6 Prozent aus. Bei der Herstellung der Anlagen ist auch die LMT-Gruppe mit an Bord. Sie entwickelt und produziert Hochleistungswerkzeuge, die bei der Produktion von Windkraftkomponenten zum Einsatz kommen.

Die Erfolgsgeschichte der Windenergie in Deutschland begann bereits Mitte der 90er-Jahre: Während 1995 Anlagen mit einer Gesamtleistung von nur 500 Megawatt neu aufgestellt wurden, waren es 2002 bereits 3.247 Megawatt neu installierte Windenergieleistung, so die Zahlen des Bundesverbands. Danach ging das Wachstum etwas zurück und verharrt seit 2004 auf einem Niveau von rund 1.500 bis 2.000 Megawatt neu installierter Anlagenkapazität pro Jahr. Folglich sind auch die Anlagenzahlen in diesem Zusammenhang imposant: Insgesamt waren Mitte 2011 knapp 22.000 Anlagen in Deutschland in Betrieb.
Großes Gesamtpotenzial
Wie groß ist das Potenzial der Technik in einem dicht besiedelten Land? Mit Blick auf die Nutzung von Anlagen an Land (sie ist derzeit noch die weit überwiegende Variante) veröffentlichte der Bundesverband WindEnergie im Mai vergangenen Jahres eine interessante Studie. Demnach stehen knapp acht Prozent der Landfläche außerhalb von Wäldern und Schutzgebieten in Deutschland zur Verfügung. Würde jedes Bundesland zwei Prozent seiner potenziellen Flächen nutzen, ergäbe dies einen gesamten Energieertrag von 390 Terawattstunden – 65 Prozent des deutschen Bruttostromverbrauchs im Jahr 2010.
Aber auch weltweit setzt die Windkraft ihre Erfolgsgeschichte fort. Nach Einschätzungen der World Wind Energy Association betrug Ende 2011 die weltweite Produktionsmenge von Windkraftanlagen rund 240.000 Megawatt – eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr um rund 45.000 Megawatt.
LMT-Werkzeuge im Einsatz
Besonders wichtig für die Effizienz und Stabilität einer Windkraftanlage ist ihr Getriebe. Es ist ungeheuren Belastungen ausgesetzt. Ein Vergleich macht das deutlich: Während Konstrukteure einen normalen Automotor auf 4.000 bis 6.000 Betriebsstunden auslegen, muss eine Windkraftanlage 120.000 Stunden lang extreme Belastungen durch unstete Winde aushalten. Je reibungsloser die Verzahnelemente zusammenarbeiten, desto effizienter ist am Ende die gesamte Anlage. Als Spezialist für Verzahnwerkzeuge bietet LMT Fette ein Werkzeugprogramm, das speziell auf diese Anforderungen zugeschnitten ist: Sie ermöglichen eine höchst produktive Fertigung von großmoduligen Drehkränzen und Getrieben. Zum Einsatz kommen dabei Wendeschneidplatten mit innovativen LMT-Beschichtungen wie Nanotherm, die für eine extreme Leistungssteigerung bei der Produktion großer Zahnräder sorgen.