Werkzeug-Know-how für das Reich der Mitte
„Internationalisierung geht weiter“, konstatiert die gerade veröffentlichte VDMA-Studie„Lehren einer Krise“. Zwei Drittel der für die Studie befragten kleinen und drei Viertel der großen Unternehmen wollen den Anteil des Umsatzes, den sie im Ausland erzielen, bis 2015 ausbauen. Zugleich glauben viele der Befragten, dass die Zahl der Konkurrenten aus Brasilien, Indien, Russland und China (BRIC) stark zunehmen wird. Vor allem der chinesische Markt gewinnt weiter an Bedeutung – auch für LMT. Das Unternehmen hat sich im Reich der Mitte als geschätzter Ansprechpartner für Fragen rund um den Einsatz von Präzisionswerkzeugen etabliert.

- Das LMT-Gebäude in Nanjing
Auch für das neue Jahr erwarten Experten für China enorme Wachstumssraten. Die deutsche Außenhandelsgesellschaft Germany Trade and Invest (GTI) prognostiziert zum Beispiel für die Kfz-Produktion ein Wachstum von knapp 50 Prozent bei der Zahl der gefahrenen Pkw. Auch in den Bereichen Flugzeug-, allgemeiner Maschinen- und Windkraftanlagenbau sieht die GTI einen stark ansteigenden Bedarf in den nächsten Jahren. Beispiel Windkraft: Je nach Schätzung beläuft sich aktuell die installierte Gesamtkapazität auf 25 bis 40 Gigawatt. Das nationale Energy Research Institute hat hingegen eine Gesamtkapazität von etwa 200 Gigawatt bis 2020 avisiert.
„Diese Branchen sind für uns von herausragender Bedeutung“, bestätigt Xia Xu, Leiterin Region Asien bei LMT Tool Systems. „Viele unserer Werkzeuge kommen in diesen Bereichen zum Einsatz.“ – Mehr als 120 LMT-Mitarbeiter in neun verschiedenen Vetriebsbüros und an weiteren Standorten in China unterstützen chinesische Unternehmen auf ihrem Wachstumskurs. Zentrum der LMT-Aktivitäten ist das Servicezentrum in Nanjing. Zu dessen Leistungsangebot gehört zum Beispiel eine PVD-Beschichtungsanlage, welche die schnelle Wiederaufbereitung von rundlaufenden Werkzeugen mit einer Beschichtung in LMT-Originalqualität vor Ort möglich macht. Eine wichtige Produktgruppe für chinesische Anwender sind die Verzahnungswerkzeuge der LMT. Sowohl große Unternehmen aus dem Automotivebereich als auch Hersteller aus der Windenergiebranche nutzen die LMT-Fette Verzahnwerkzeuge, um Zahnräder zu produzieren.
Blick auf zukünftige Wachstumsindustrien
Der Service in Nanjing umfasst aber mehr. So produzieren die Mitarbeiter dort zum Beispiel Sonderwerkzeuge für den lokalen Markt, bereiten Gewinderollköpfe auf, stellen mit polykristallinen Diamanten (PKD) bestückte Werkzeuge für das Bohren und Fräsen von anspruchsvollen Materialien her und bestücken Schneidplatten-Werkzeuge neu. Darüber hinaus vertreiben die Mitarbeiter die gesamte LMT-Produktpalette und betreuen Anwender von Sales Offices in Beijing, Shenyang, Xi'An, Nanjing, Shanghai, Hangzhou, Hunan/Hubei, Chongqing und Guangzhou aus. Neben dem nach wie vor wichtigen Automotivebereich sollen zukünftig Wachstumsindustrien wie der Energiesektor, die Luft- und Raumfahrtindustrie oder Infrastrukturprojekte wie Eisenbahn und Schiffsbau verstärkt in den Blickpunkt der Aktivitäten rücken.
LMT-Toolmanagement betreut VW-Werke
Weitere LMT-Spezialisten arbeiten beim Tochterunternehmen VW-Toolmanagement. Bereits seit 2002 verantwortet LMT das Toolmanagement von VW Transmission Shanghai, seit 2009 gilt dies auch für ein neues VW-Werk in Dalian. Zur Werkzeug-Rundumversorgung aus einer Hand gehört neben der reinen Logistik auch die Beratung zu technischen Fragen. Von der Werkzeuglogistik über das Engineering und die Optimierung des Werkzeugeinsatzes bis hin zur Wiederaufbereitung verbrauchter Werkzeuge: Für das beste Ergebnis steht alles auf dem Prüfstand. Zudem liefern die Werkzeugspezialisten mithilfe der eingesetzten Software viele Daten zum Werkzeugeinsatz, die für die detaillierte Produktionsplanung wichtig sind. Am Ende bedeutet das: Alle Werkzeuge bleiben bei möglichst geringen Kosten immer verfügbar bleiben und der Werkzeugeinkauf wird zusammengefasst. Die größeren Einkaufsvolumen sorgen wiederum für bessere Konditionen bei der Beschaffung.
